Mein Verlobter hat mich im Stich gelassen, als ich ihn am meisten brauchte – ein Fremder hat meine Traumhochzeit möglich gemacht

Und als der Tag zu Ende ging, war Peter nicht verschwunden.

Er blieb.

Er ertrug die Behandlungen, die schwierigen Arzttermine, die Angst, die Ungewissheit und jeden einzelnen harten Tag, der darauf folgte.

Irgendwann in dieser Zeit wurde die Freundschaft zu etwas Tieferem.

Ich schreibe dies heute aus dem Hospiz.

Und Peter ist immer noch hier.

Er sitzt neben mir, bringt mich zum Lachen, wenn ich müde bin, hält meine Hand, wenn ich Angst habe, und erinnert mich jeden Tag daran, dass die Liebe nicht immer dann kommt, wenn man sie erwartet.

Einst dachte ich, ich würde mein letztes Kapitel in meinem Leben mit dem Gefühl der Verlassenheit und Einsamkeit verbringen.

Stattdessen fand ich jemanden, der blieb.

Ich weiß nicht, wie viel Zeit mir noch bleibt.

Aber eines weiß ich:

Ich werde geliebt.

Und nach alldem ist das genug.