3. Pilze

Eine Studie mit über 36.000 japanischen Männern über mehrere Jahrzehnte hinweg deutet darauf hin, dass der Verzehr von Pilzen das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, senken kann, insbesondere bei Männern über 50 Jahren [9]. Pilze sind eine gute Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, insbesondere L-Ergothionein, das oxidativen Stress mindern soll. Oxidativer Stress wird durch ungesunde Ernährung und Lebensweise sowie durch Umweltgifte verursacht und kann zu chronischen Entzündungen und Krankheiten führen [9].
Eine weitere Studie ergab, dass der Verzehr von Pilzen bei Frauen einen präventiven Effekt auf Brustkrebs hat [10]. Auch Heilpilze, bei denen es sich meist um exotischere Spezialpilze handelt, zeigten vielversprechende Ergebnisse bei der Krebsprävention, wiederum aufgrund ihres Gehalts an Glutathion, Ergothionein und Polysacchariden [11].
Beispiele für solche Pilzarten sind Reishi, Schmetterlings-Tramete, Shiitake und Maitake. Studien haben gezeigt, dass diese Pilze die körpereigenen Antitumor-Mechanismen beeinflussen, indem sie bestimmte Immunzellen stimulieren [12]. Die Schmetterlings-Tramete ist besonders bemerkenswert, da sie ein einzigartiges Polysaccharid namens PK (Polysaccharid K) enthält , das als unterstützende Therapie bei Krebserkrankungen zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt wird [21].
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4. Lauchgemüse
Zu den Lauchgewächsen zählen Zwiebeln, Schalotten, Lauch und Knoblauch. Obwohl Studien zu den Auswirkungen dieser Gemüsesorten auf Krebs bisher rein beobachtend waren, haben Wissenschaftler weltweit übereinstimmend einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln und der Vorbeugung von Darmkrebs, wie beispielsweise Darmkrebs, festgestellt [13]. Eine Studie aus dem Jahr 2019 mit über 1600 chinesischen Männern und Frauen ergab sogar, dass diejenigen, die mehr Knoblauch und Zwiebeln aßen, ein um 79 Prozent geringeres Risiko hatten, an Darmkrebs zu erkranken [14].
5. Wakame
Einige Tier- und Laborstudien deuten darauf hin, dass der Verzehr von Wakame, einer essbaren Algenart, das Wachstum von Brust-, Darm- und Nierenkrebszellen hemmen kann [15,16]. Da diese Ergebnisse beim Menschen bisher nicht bestätigt werden konnten, ist weitere Forschung notwendig, um die genaue Rolle von Wakame in der Krebsprävention zu klären.
Wakame ist zudem eine hervorragende Jodquelle. Jod ist ein essentielles Spurenelement. Studien haben gezeigt, dass sowohl ein Jodmangel als auch ein Jodüberschuss das Risiko für Schilddrüsenkrebs beeinflussen können [22]. Daher ist es wichtig, ausreichend Jod über die Ernährung aufzunehmen. Wakame enthält durchschnittlich etwa 42 µg [23] Jod pro Portion, was etwa 28 % des Tagesbedarfs entspricht [24].
6. Lycopinreiche Lebensmittel
Immer mehr Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Verzehr lycopinreicher Lebensmittel das Risiko für bestimmte Krebsarten, insbesondere Prostatakrebs, senken kann [17]. Lycopin ist ein Antioxidans aus der Familie der Carotinoide und verleiht Tomaten, Wassermelonen und Grapefruits ihre rote und rosa Farbe. Carotinoide im Allgemeinen werden mit einem geringeren Risiko für Lungen- und Darmkrebs in Verbindung gebracht [18]. Tomaten*, Guave, Wassermelone, Papaya, Grapefruit und gekochte rote Paprika sind gute Lycopinquellen.
*Hinweis: Lycopin ist in verarbeiteten Tomatenprodukten wie Soßen und Pasten sogar in höherer Konzentration vorhanden und wird durch das Kochen nicht abgebaut.
7. Beta-Carotin-reiche Lebensmittel

Die Aufnahme von Carotinoiden* über die Nahrung wird mit einem geringeren Risiko für Lungenkrebs in Verbindung gebracht. Allerdings sind weitere Forschungen erforderlich, um den Einfluss von Beta-Carotin aus Lebensmitteln auf die Krebsprävention zu bestimmen [18]. Karotten, Süßkartoffeln und dunkelgrünes Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat sind hervorragende Beta-Carotin-Lieferanten.
*Hinweis: Die Einnahme von Beta-Carotin-Präparaten hat nicht denselben Effekt gezeigt. Tatsächlich kann sie das Krebsrisiko sogar erhöhen [18]. Beta-Carotin sollte daher immer über die Nahrung aufgenommen werden.
