Der Mann, den ich vor 20 Jahren in einem Sturm gerettet habe, klopfte gestern an meine Tür.

Gezupftes Hähnchenfleisch auf einem Schneidebrett | Quelle: Midjourney
„Wo wohnst du?“, fragte ich und rührte im Topf.
Aber er schüttelte nur den Kopf und nippte an dem Tee, den ich gekocht hatte. Als es Zeit zum Essen war, stellte ich ihm die Schüssel hin, blieb bei ihm sitzen, bis er fertig war, und ging dann ins Bett.
Ich wusste nicht, ob ich meine Schlafzimmertür abschließen sollte, aber ich bekam die Stimme meiner Mutter nicht aus dem Kopf.
"Sei nicht dumm, Celia. Der Mann ist ein Fremder, und du willst einfach die Tür abschließen und schlafen? Schließ sie verdammt nochmal ab!"

Eine Schüssel Suppe | Quelle: Midjourney
Also tat ich es. Aber tief in meinem Herzen wusste ich, dass James mir nichts antun würde. Er wirkte wie ein sanfter Vogel, der in einen Sturm geraten und sich verletzt hatte. Er brauchte Fürsorge. Und Wärme.
Am nächsten Morgen habe ich uns Eier und Toast zubereitet und mich zu James hingesetzt.
„Hör mal, es ist nicht viel, aber ich habe etwas Geld für dich. Und eine Busfahrkarte. Es ist eine offene Fahrkarte. Klingt vielleicht komisch, aber meine Mutter hat sie mir geschenkt, als ich hierhergezogen bin. Für den Notfall, falls ich mal aus der Stadt raus muss. Sie gilt für die nächste Stadt. Du kannst sie gerne haben. Damit kommst du bestimmt irgendwohin… in Sicherheit.“
