Wir alle kennen das: Man wacht mit einem klebrigen, Sekret im Augenwinkel auf. Umgangssprachlich nennen wir es meist „Schlaf“, medizinisch spricht man jedoch von Augenausfluss. Er ist harmlos (wir alle kennen das), aber die Wahrheit dahinter ist faszinierend und zugleich etwas beunruhigend.
Nur zur Information.
Laut dem Neurowissenschaftler Dr. Andrew Huberman handelt es sich bei dieser eingebetteten Substanz um eine Mischung aus Schleim, natürlichen Ölen, abgestorbenen Zellen und – man hört und staune – abgestorbenen Bakterien. Genau. Dieser gelbe Schleim? Er stammt aus den ersten Tagen des Tages, wenn das Immunsystem gleichzeitig aktiv ist.
Es war vorbei, was bedeutete das?
Tagsüber wirkt das Blinzeln wie ein Scheibenwischer: Es reinigt und befeuchtet ständig alles. Nach einer Nacht Schlaf hören wir den nächsten Augenblick und warten gespannt darauf. Ohne diese regelmäßige Reinigung sammeln sich alle Ablagerungen, die die Augen tagsüber entfernt haben – Staub, Pollen, Bakterien – wieder an.
