Ich habe einer schwangeren Frau beim Einkaufen geholfen – am nächsten Morgen parkten 8 SUVs vor meinem Haus.

Ich gab einer schwangeren Fremden im Supermarkt vier Dollar, weil sie kaum noch Milch, Brot und Müsli hatte und ich es nicht ertragen konnte, sie so leiden zu sehen. Am nächsten Morgen wachte ich auf und sah schwarze SUVs vor meinem Haus und einen Karton vor meiner Tür, in dem die Handschrift meines verstorbenen Mannes stand.

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Das Küchenlicht flackerte über mir, als ich meine Arbeitsschuhe auszog, die dreiundachtzig Jahre alt waren und immer noch nach Schulbodenwachs rochen. Meine Hände waren an den Knöcheln rissig, wund vom Bleichmittel, und meine Knöchel waren so stark angeschwollen, dass ich sie nicht mehr wiedererkannte.

Das Haus war auf diese besondere Art still, wie es nun schon seit zwei Jahren der Fall war, seit Barney aufgehört hatte, es mit seinem Summen zu erfüllen.

Er hatte mir erzählt, er habe es 1989 im Baumarkt verloren.

Ich schlurfte zu dem kleinen Tisch am Fenster und ließ mich in den Stuhl sinken. Neben dem Salzstreuer lagen Geldscheine in einem ordentlichen, beängstigenden Stapel.

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Ich schloss die Augen und ließ meine Erinnerung an ihn aufleben. Achtundfünfzig Jahre voller Morgen. Zuerst die Alzheimer-Krankheit, sanft und grausam, dann der Krebs, der das vollendete, was das Vergessen begonnen hatte.

Ich hatte meinen Bürojob gekündigt, um ihm Suppe zu kochen, seine Hemden zuzuknöpfen und ihn an meinen Namen zu erinnern. Als Barney starb, blieb die Schuld bestehen.

Ich nahm das gerahmte Foto vom Fensterbrett. Barney in seiner grauen Strickjacke, lächelnd wie ein Mann, der nichts zu verbergen hatte. Mein Daumen wanderte zu seiner linken Hand, zu dem blassen Ring an seinem Ringfinger, wo einst der goldene Schmuck saß. Er hatte mir erzählt, er habe ihn 1989 im Baumarkt verloren.

Ich hatte mir eingeredet, es sei nichts.

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„Du dummer alter Mann“, flüsterte ich. „Wo hast du es denn wirklich hingelegt?“

Ich dachte an den schwarzen Wagen, den ich letzten Dienstag zwei Häuser weiter parken gesehen hatte. Getönte Scheiben. Niemand drin, soweit ich sehen konnte. Ich hatte mir gesagt, es sei nichts.

Es klopfte leise an der Hintertür.

"Lilo? Bist du noch wach?"

Es war Marlene, die Kantinenfrau, die donnerstags immer denselben Heimweg ging wie ich.

"Komm herein, Liebling", rief ich. "Die Tür ist offen."

„Barney würde mir immer sagen, ich solle weitermachen. Das hat er immer getan.“

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Sie steckte den Kopf herein, den Schal eng um ihr Kinn gewickelt.

„Du hast deine Handschuhe im Vorratsschrank vergessen. Schon wieder.“

„Ich bin nicht mehr ganz bei Sinnen.“

„Dein Kopf ist in Ordnung. Der Rest von dir braucht eine Pause.“ Sie legte die Handschuhe auf den Tisch und runzelte die Stirn, als sie den Geldscheinstapel sah. „Lilo. Du kannst nicht ständig Doppelschichten schieben.“

„Ich kann es. Und ich werde es tun.“

„Barney würde dir sagen, du sollst dich hinsetzen.“

Ich lächelte darüber, ein schwaches, ehrliches Lächeln. „Barney würde mir immer sagen, ich solle weitermachen. Das hat er immer getan.“

Sie drückte mir die Schulter und ging wortlos weg.

Sie zählte Münzen auf der Theke.

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Ich betrachtete das Foto noch einen Moment, dann griff ich nach meinem Mantel. Es gab kein Brot mehr im Haus, und der Tante-Emma-Laden schloss um neun. Ich steckte meine letzten paar zerknitterten Dollar in die Tasche und trat hinaus in die Kälte.

Die Neonröhren im Supermarkt summten, als ich durch die Schiebetüren trat. Brot. Eier. Vielleicht noch eine kleine Packung Milch, wenn es finanziell machbar war, dachte ich. Ich hatte genau 19 Dollar, die bis Freitag reichen mussten.

An der Kasse stand eine junge Frau vor mir, die Schultern angespannt. Sie trug einen dünnen Mantel, der sie vor der Kälte nicht schützte, ihre Stiefel waren schmutzig, und ihr Bauch drückte gegen einen zwei Nummern zu kleinen Pullover. In ihrem Korb lagen nur Milch, Brot und eine kleine Packung Müsli.

Sie zählte Münzen auf dem Tresen. Pennys, Nickels und ein paar zerknitterte Scheine lagen glatt auf dem Förderband.

Ich kannte diese Scham. Ich hatte sie selbst getragen.

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Die Kassiererin seufzte laut. „Meine Dame, es fehlen 4 Dollar.“

„Ich weiß. Tut mir leid. Ich schaue noch einmal nach.“

Ihre Stimme überschlug sich beim letzten Wort. Hinter mir verlagerte ein Mann sein Gewicht und murmelte etwas vor sich hin.

"Ach komm schon, meine Liebe! Manche von uns haben Termine."

„Legt einfach etwas zurück“, schnauzte eine andere Stimme von weiter hinten in der Reihe.

Die Hände der jungen Frau zitterten, als sie die Münzen hin und her schob. Eine Träne rann ihr über die Wange, die sie schnell mit dem Handrücken wegwischte.

Ich kannte diese Scham. Ich hatte sie selbst erlebt, als ich an den Apothekenschaltern stand und zwischen Barneys Medizin und meinen eigenen Medikamenten wählen musste.

Ihr warmer Bauch drückte sich gegen meinen Mantel, und ich spürte, wie ihre Schultern zitterten.