Ich habe meinen Lehrer geheiratet – was in unserer ersten Nacht geschah, hat mich zutiefst schockiert.

Frischvermählte führen ein vertrauliches Gespräch im Wohnzimmer | Quelle: Midjourney

Frischvermählte führen ein vertrauliches Gespräch im Wohnzimmer | Quelle: Midjourney

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Ich starrte auf das Notizbuch, dessen Seiten voll waren von Träumen, die ich längst vergessen hatte, und spürte, wie sich tief in mir etwas veränderte.

"Warum hast du mir das nicht früher gesagt?", flüsterte ich und durchbrach die Stille.

Er rührte sich leicht, hob aber den Kopf nicht. „Weil ich dich nicht unter Druck setzen wollte“, murmelte er schläfrig. „Du musstest selbst den Weg zurück zu diesen Träumen finden.“

Ich fuhr mit den Fingern über die Seiten; meine jugendliche Handschrift kam mir fast fremd vor. „Aber … was, wenn ich scheitere?“

Leo stützte sich auf einen Ellbogen, unsere Blicke trafen sich im Dämmerlicht. „Claire, Scheitern ist nicht das Schlimmste. Es gar nicht erst versuchen? Das ist schlimmer.“

Seine Worte hallten noch lange nach, nachdem er wieder eingeschlafen war. Am Morgen hatte ich mich entschieden.

Frau trinkt Kaffee im Sitzen auf ihrem Bett | Quelle: Midjourney

Frau trinkt Kaffee im Sitzen auf ihrem Bett | Quelle: Midjourney

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In den folgenden Wochen begann ich, die Mauern einzureißen, die ich um mich herum errichtet hatte. Ich kündigte meinen Bürojob, den ich nie wirklich geliebt hatte, und stürzte mich in die Idee, die mir schon seit Jahren im Kopf herumspukte: ein Buchcafé. Leo wurde mein Fels in der Brandung und stand mir in langen Nächten, finanziellen Schwierigkeiten und meinen ständigen Selbstzweifeln zur Seite.

„Glaubst du, die Leute werden tatsächlich hierherkommen?“, fragte ich ihn eines Abends, als wir die Wände des Ladens strichen.

Er lehnte sich grinsend an die Leiter. „Das ist doch nicht dein Ernst, oder? Eine Buchhandlung mit Café? Da werden die Leute Schlange stehen, nur um den Duft zu riechen.“

Er hatte Recht. Als wir eröffneten, war es nicht nur ein Geschäft – es war ein Teil der Gemeinschaft. Und es gehörte uns.