Ich habe mich immer gefragt, warum meine Mutter ihren Nachbarn hasste, aber als er starb, erfuhr ich den wahren Grund – Geschichte des Tages

Nur zur Veranschaulichung. | Quelle: Midjourney
„Mama! Wie lange noch?“
„Eine Stunde… vielleicht auch länger“, antwortete sie, ihre Stimme klang durch die Entfernung gedämpft.
Ich seufzte und spürte das vertraute Gefühl von Ungeduld und Frustration. „Dann gehe ich spazieren.“
„Gut, aber geh nicht zu weit weg!“, erwiderte sie, und der mütterliche Unterton schwang mit, auch wenn ich ihn etwas übertrieben fand.

Nur zur Veranschaulichung. | Quelle: Midjourney
„Mama, ich bin 42 Jahre alt! Da wird schon nichts mehr passieren.“
„Tut mir leid, Gewohnheit“, murmelte sie fast verteidigend.
Ich schüttelte den Kopf, ein kleines Lächeln huschte über meine Lippen. Manche Dinge ändern sich nie.
Ich trat hinaus und spürte die kühle Brise, während ich hinüber zu Jeremys altem Haus blickte.

Nur zur Veranschaulichung. | Quelle: Midjourney
Es gab kein Lebenszeichen, da sich nach Jeremys Tod niemand um das Anwesen gekümmert hatte. Offenbar hatte er keine Familie, die es erben konnte, niemanden, der sich nun, da er nicht mehr da war, darum kümmern würde.
Ich holte tief Luft und ging zur Haustür hinauf.
Doch zu meiner Überraschung ließ sie sich leicht drehen, und die Tür quietschte auf.
„Hallo? Ist jemand da?“ Meine Stimme hallte durch die leeren Flure, aber wie erwartet herrschte nur Stille.
