„Ich gebe Ihnen beiden einen Moment. Mrs. Patterson, rufen Sie mich an, wenn Sie bereit sind.“
Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, herrschte eine quälende Stille im Haus. Nicht friedlich. Nur still genug, dass die Wahrheit zwischen uns stand.
„Wie lange?“, fragte ich.
Trevor presste die Hände zusammen wie ein Mann, der in einer Kirche betet, die er bereits niedergebrannt hat.
„Simone –“
„Wie lange bist du schon mit ihr zusammen?“
Sein Gesichtsausdruck verfinsterte sich.
„Vierzehn Monate.“
Vierzehn Monate. Mehr als ein Jahr. Während ich in der Marketingfirma sechzig Stunden pro Woche schuftete, um unsere Hypothek abzubezahlen. Während ich unsere Reise zum Jahrestag plante und ihm beim Abendessen gegenübersaß und fragte, ob wir bald mit einem Baby anfangen sollten. Ich lachte, aber das klang nicht nach mir.
„Und du hast ihr mein Auto gegeben.“
„Sie musste irgendwohin“, sagte er schwach. „Ich dachte nicht, dass du vor Freitag wieder zu Hause sein würdest.“
„Sie brauchte meinen Mercedes?“
Sein Schweigen war die Antwort. Etwas in mir erstarrte. Nicht zerbrochen. Nicht hysterisch. Still. Trevor hatte nicht nur unsere Ehe betrogen. Er hatte einer anderen Frau die Schlüssel zu etwas gegeben, das ich mir selbst aufgebaut hatte, und dann erwartet, dass ich den Schaden stillschweigend hinnehme. Aber er hatte eines vergessen. Das Auto lief auf meinen Namen. Die Versicherung lief auf meinen Namen. Und die Frau, die er es fahren ließ, hatte keine Erlaubnis von mir.
Während Trevor mich also anflehte, nichts noch schlimmer zu machen, nahm ich die Visitenkarte des Polizisten und griff nach meinem Handy. Candace Thompson hatte meinen Mercedes zu Schrott gefahren. Aber Trevor sollte bald erfahren, dass ich es satt hatte, mir von anderen das Leben ruinieren zu lassen und einfach mit den Schlüsseln davonzukommen.

