Meine Klassenkameraden wählten mich aus Spaß zur Ballkönigin – aber was ich auf der Bühne tat, ließ sie es bereuen.

Ich ging durch die sich teilende Menge, und Gesichter, die ich vier Jahre lang gemieden hatte, drehten sich um und folgten mir.

Jason stand noch immer auf der Bühne und trug immer noch sein unbeschwertes Lächeln.

Als ich die Stufen hinaufstieg, trafen sich unsere Blicke.

Sein Lächeln wurde breiter.

„Nur zu. Sie haben dich angerufen.“

„Da ist sie ja“, sagte er ins Mikrofon, süß wie Honig. „Unsere Königin.“

Direktor Miller setzte mir das kleine Diadem auf mein lockiges Haar.

Es war leichter als erwartet, fast schwerelos.

Der Schulleiter strahlte die Menge an.

„Ein Hoch auf unseren Abschlussball-Hofstaat!“

Höflicher Applaus stieg an, verebbte dann und verebbte schließlich fast vollständig.

Der Schulleiter strahlte die Menge an.

Ich blickte über die Turnhalle und sah etwas, das mir vom Boden aus nicht aufgefallen war.

Fast jeder Senior hatte sein Handy hochgehalten, die Linse auf mich gerichtet, die roten Aufnahmelichter leuchteten wie hundert kleine, beobachtende Augen.

Bei jedem Schritt in Richtung Bühne zitterten meine Beine.

Das Licht wirkte unerträglich hell, und die Plastikkrone lag schwerer auf meinem Kopf, als ich erwartet hatte.

"Herzlichen Glückwunsch, Königin", flüsterte Jason zwischen zusammengebissenen Zähnen.

Fast jeder Senior hatte ein Telefon in der Hand.

Irgendetwas in seiner Stimme ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Das erste Lachen hallte durch die Turnhalle wie ein Stein, der gegen eine Fensterscheibe prallt.

Dann noch einer.

Dann ein ganzer Chor von ihnen, der in Wellen auf die Bühne zurollt.

Jason drehte sich zu mir um, immer noch mit diesem Lächeln im Gesicht, und griff nach dem Mikrofon.

„Hast du wirklich geglaubt, du könntest tatsächlich Ballkönigin werden?“, brüllte Jason ins Mikrofon. „Du? Der größte Sumpffrosch der Schule?“

Irgendetwas in seiner Stimme ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Die Menge tobte.

Ich spürte, wie mein Gesicht unter dem Make-up brannte, das mir meine Mutter an diesem Nachmittag aufgetragen hatte.

Meine Hände zitterten an meinen Seiten.

„Schau sie dir an“, lachte Jason. „Sie hat es tatsächlich geglaubt.“

„Froschkönigin!“, schrie jemand von hinten.

„Verbeugt euch, Eure Majestät!“, heulte eine andere Stimme.

Sie hat es tatsächlich geglaubt.

Ich spürte, wie mir die Tränen hinter den Augen brannten.

Ich wollte verschwinden.

Ich wollte am liebsten den ganzen Weg nach Hause rennen, mich unter meine Decke verkriechen und nie wieder herauskommen.

Da erschien plötzlich das Gesicht meiner Mutter vor meinem inneren Auge.

Ich erinnerte mich daran, wie sie mir das Kleid in die Arme gedrückt und gesagt hatte: „Du hast diesen Abend verdient, Liebling.“

Ich spürte, wie mir die Tränen hinter den Augen brannten.

Mein Fuß blieb am Bühnenrand stehen.

Ich stand da, wie erstarrt, und hörte zu, wie meine Klassenkameraden mich auslachten.

„Was ist los, Frosch?“, rief Jason mir hinterher. „Willst du weghüpfen?“

Die Menge kreischte.

In diesem Moment veränderte sich etwas in mir.

Es war nicht direkt Wut. Es war nicht einmal Mut.

"Was ist los, Frosch?"

Es war die seltsame, stille Erkenntnis, dass es nichts mehr gab, was sie mir nehmen konnten.

Sie hatten bereits alles mitgenommen.

Aber ich hatte noch eine Karte, die ich ausspielen konnte.

Ich drehte mich langsam auf den Fersen um.

Das Lachen verstummte, als die Leute merkten, dass ich nicht rannte.

"Jason", sagte ich, "das ist das Ende der Geschichte."

Aber ich hatte noch eine Karte, die ich ausspielen konnte.

Er grinste. „Na, Frosch? Hast du eine Rede vorbereitet?“

„Eigentlich habe ich allen etwas zu erzählen.“

Er runzelte die Stirn.

Bevor er überhaupt begriff, was ich vorhatte, ging ich auf ihn zu und nahm ihm das Mikrofon aus der Hand.

Meine Finger hörten auf zu zittern.

Ich blickte hinaus auf das Meer von Handys, die immer noch filmten, immer noch gierig nach mehr von meiner Demütigung.