Nicht jedes Datum auf Lebensmitteln ist ein Verfallsdatum. Hier sind vier gängige Datumsangaben, die Sie im Supermarkt finden, und ihre Bedeutung laut Business Insider:
Verkaufsdatum: Wie lange das Produkt im Geschäft angeboten werden darf. Verbrauchsdatum: Bis wann das Produkt laut Hersteller seine optimale Qualität erreicht hat. Mindestens haltbar bis: Das beste Datum für Geschmack und Qualität. Verschlussdatum oder Codierungsdatum: Die Verpackungsnummer des Herstellers.
Keines dieser Daten ist ein Verfallsdatum oder gibt Auskunft darüber, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist. Tatsächlich erlaubt die FDA Herstellern, fast alle Lebensmittel auch nach diesen Daten zu verkaufen, mit Ausnahme von Säuglingsnahrung. Darüber hinaus sind Hersteller nicht verpflichtet, diese Daten anzugeben; die Entscheidung liegt ganz bei ihnen.
Warum Verfallsdaten wichtig sind
Aussehen und Geruch können täuschen (am Beispiel von Milch kann man nicht riechen). Deshalb können die auf der Verpackung angegebenen Verfallsdaten Ihnen helfen, Krankheiten vorzubeugen. Von cremigen Käsesorten bis hin zu Sandwichzutaten: Diese Lebensmittel sollten Sie nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgen, es sei denn, Sie möchten einen zusätzlichen Krankheitstag riskieren.
Eiersatzprodukte
Ein ganzer Karton Eier ist etwas länger haltbar als abgepackte Eiersatzprodukte, sollte aber in beiden Fällen zeitnah verbraucht werden. Wenn Sie überlegen, ob Sie den zwei Wochen alten Karton Eiweiß aufbrauchen sollen – lassen Sie es lieber. „Rohe Eier in der Schale können problemlos drei bis fünf Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eiersatzprodukte sind nach dem Öffnen durchschnittlich drei bis fünf Tage haltbar. Ungeöffnet halten sie sich etwa zehn Tage“, sagt Jessica Crandall, staatlich anerkannte Ernährungsberaterin, zertifizierte Diabetesberaterin und nationale Sprecherin der Academy of Nutrition and Dietetics aus Denver.
Weichkäse
Harte Käsesorten wie Cheddar oder Gouda sind länger haltbar, da sie weniger anfällig für Bakterien und Schimmelpilze sind. Laut der Academy of Nutrition and Dietetics sind Hartkäse nach dem Öffnen bis zu sechs Monate im Kühlschrank haltbar. Weichkäse wie Ricotta, Frischkäse oder Ziegenkäse sind jedoch anfälliger für Schimmel und Bakterien und sollten beim ersten Anzeichen von Verderb oder nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt werden, je nachdem, was zuerst eintritt. Generell gilt: Weichkäse hält sich nach dem Öffnen etwa eine Woche im Kühlschrank.
Würzmittel im Glas
Man könnte meinen, Aufstriche und Soßen hielten ewig, aber nur weil sie in einem Glas im Kühlschrank aufbewahrt werden, sind sie nicht vor Bakterien geschützt. „Sobald der Deckel geöffnet ist, ist der Schutzverschluss gebrochen, und man sollte das Würzmittel zeitnah verbrauchen“, sagt Crandall. „Außerdem tauchen wir beim Zubereiten von Sandwiches beispielsweise unser Messer in den Aufstrichbehälter, bestreichen das Sandwich damit und tauchen es dann wieder in den Behälter. Dadurch gelangen einige Bakterien zurück in den Behälter.“ Gewürze im Glas sind anfälliger für Bakterien und können daher zu Lebensmittelvergiftungen führen, wenn sie nicht rechtzeitig entsorgt werden. Wenn Sie Wasser an der Oberfläche, Verfärbungen oder ungewöhnliche Gerüche bemerken, werfen Sie das Glas weg.
Kartoffelsalat
Ähnlich wie Brotaufstriche im Glas, z. B. Mayonnaise und Senf, sind Kartoffel- oder Eiersalate anfälliger für Bakterienwachstum, da sie häufiger mit Bakterien in Kontakt kommen. Wenn man immer nur ein paar Löffel auf einmal aus dem Glas nimmt, gelangen mehr Bakterien hinein, was das Risiko einer Kontamination und damit einer Lebensmittelvergiftung erhöht. Salate dieser Art werden oft im Kühlschrank vergessen und geraten so in Vergessenheit. Dadurch haben Bakterien Zeit, sich zu vermehren und der Salat verdirbt. „Unser Lebensmittelsystem ist sehr sicher, aber manchmal, wenn die Temperatur nicht stimmt oder Bakterien hineingelangen, müssen wir besonders vorsichtig sein“, sagt Crandall.
Kaltgepresster Saft
